Autogenes Training
Die Welt der tiefen
Entspannung und Autosuggestion
Was ist Autogenes Training?
Das autogene Training ist eine
Entspannungstechnik, die auf der
Kraft der Autosuggestion basiert. Es wurde vom Berliner Nervenarzt und
Hypnoseforscher Johannes Heinrich Schultz aus der Hypnose
entwickelt. 1932 stellte er das Verfahren in
seinem Buch "Das autogene Training" vor. Die Beeinflussung von
Körper und Psyche des Menschen ist jedoch nichts Neues. Schon
im alten Indien ist dieses Wissen seit Jahrtausenden bekannt. So kannte
auch Schultz das Raja-Yoga und heilte seine eigene Asthmaerkrankung mit
Hilfe von Yoga und Autosuggestion. Auch der französische
Apotheker Couè hatte 1885 mit der
Anwendung seiner Formel: "Es geht mir mit jedem Tag in jeder
Hinsicht immer besser und besser!" große
Heilerfolge. Seinen Patienten sagte Couè ganz klar: "Ich
habe keine Heilkraft, nur Sie selbst!"
Heute ist das Autogene Training eine weit
verbreitete und anerkannte Methode, um Stress und psychosomatische
Störungen zu behandeln. Doch das Autogene Training kann weit
mehr. Mit diesem Verfahren, insbesondere der Oberstufe des
Autogenen Trainings, ist es möglich, seine Persönlichkeit
weiter entwickeln.
Was geschieht während der Entspannung
und wie wird sie herbeigeführt?
Der Begriff des "Autogenen" lässt sich
aus den griechischen Worten "autos" = "selbst" und "genos" = "erzeugen"
ableiten, d.h. beim Autogenen Training erzeugt man selbst etwas.
Schultz hatte festgestellt, dass seine Patienten während der
Behandlungen in der Tiefenentspannung häufig angenehme Ruhe-
und Schwere-, sowie wohlige Wärmeempfindungen erlebten. Er
überlegte, ob man diese Zustände nicht auch selbst
erzeugen kann. Angeregt durch diese Idee entwickelte er mit dem
Autogenen Training ein Verfahren, das bis heute zu den wirksamsten und
am häufigsten eingesetzten Entspannungstechniken
zählt. In der Grundstufe lernen Sie einen Grundzustand
der Ruhe herbeizuführen und willentlich Schwere
und Wärme herbeizuführen. Diese
Übungen sind die Basisübungen des
Autogenen Trainings. Sie lernen anschließend durch die Organübungen,
Atmung, den Bauchraum (Sonnengeflecht), Herz und Kreislauf
positiv zu beeinflussen und einen klaren Kopf zu bewahren. Den
Abschluss des Grundkurses bildet das Finden formelhafter
Vorsätze (Affirmationen), die unsere Lebenssituation
positiv beeinflussen können. Da man in dem durch das autogene
Training hervorgerufenen Entspannungszustand besonders
empfänglich für suggestive
Selbstbeeinflussung ist, kann es durch geeignete Vorstellungen
(formelhafte Vorsatzbildungen) eingesetzt werden, um sich das Rauchen
und ähnliche Süchte
abzugewöhnen. Es kann ebenso einem sichereren Auftreten in der
Öffentlichkeit oder im persönlichen Umfeld dienen.
Ebenso kann die eigene körperliche und geistige
Leistungsfähigkeit gesteigert werden.

Autogenes Training Oberstufe - "Yoga des Westens"
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Oberstufe Autogenes Training
In der Oberstufe geht es um vertiefte
Selbsterkenntnis und um Persönlichkeitsentwicklung.
Die Oberstufe des autogenen Trainings kann
für sich praktiziert werden. In Verbindung mit
psychotherapeutischen Verfahren kann sie die Behandlungszeit deutlich
verkürzen.
Voraussetzung für die Übungen
der Oberstufe ist die Beherrschung der Übungen der Unterstufe.
Die Oberstufe des autogenen Trainings dient der "aufdeckenden"
Selbsterkenntnis. Sie ist mit der psychotherapeutischen Tiefenanalyse vergleichbar, jedoch
werden die Einsichten vom Übenden selbstständig ohne
Hilfe eines Therapeuten erarbeitet.
In der Oberstufe werden
luzide Träume durchlebt mit bleibenden klaren
Erinnerungen, die nicht wie beim Traum meistens nach wenigen Minuten
ausgelöscht sind. Nach üblicher Einleitung des AT
über Ruhe, Schwere und Wärme, Atemübung,
Herzübung und Sonnengeflechtsmeditation bleibt der
Übende in der tiefsten Meditationsstufe des Sonnengeflechtes,
dem hypnoiden Trancezustand, sagt sich aber jetzt: Vor meinem inneren
Auge sehe ich eine Farbe. Aus dieser Farbe entwickelt sich ein
Traumbild.
Dieses Traumbild hat drei Quellen: Einmal das vor
Beginn der Übung festgelegte Meditationsbild (Meer, Berg, ein
anderer Gegenstand, ein Mensch etc) zum zweiten die aus dem Unbewussten
kommende Veränderung dieses Bildes und drittens die aus dem
aktiven Bewusstsein kommende gewollte Veränderung dieses
Bildes. Diese drei Zuflüsse vermischen sich in jeweils
unterschiedlicher Quantität und Qualität. Es entsteht
so ein luzider Traum, (Klartraum), der nach dem üblichen
Rückruf im autogenen Training völlig memoriert werden
kann. Er kann selbstheilend wirken oder als Basis für ein
therapeutisches Gespräch genommen werden. Die beste Zeitspanne
für einen solchen Klartraum
sind ca. 15 Minuten.
Das Besondere meiner Kurse ist,
dass Sie die Technik systematisch mit viel Zeit zum Üben
erlernen. Zur Vertiefung erhalten Sie von mir weitere Übungen
z.B. aus der Atemtechnik, dem Yoga oder der chinesischen Medizin, die
die Wirkungen der Formeln verstärken sollen. Getragen werden
die Stunden vom Klang der tibetischen Klangschalen.
Das führt zu einer schnelleren und tieferen
Entspannung in kürzerer Zeit. Sie erhalten Tipps zum
Üben für zu Hause und Material, in dem Sie immer mal
wieder die Formeln nachlesen können.
Die meisten Kurse enden mit dem Erlernen der
Grundtechniken. Bei mir kann es nach dem Erlernen der
Grundübungen weiter gehen. Erfahrungsgemäß
beherrscht man nach Beendigung eines Grundlehrgangs, z.B. an der
Volkshochschule, je nach Intensität des eigenen Übens
und der Persönlichkeit die Basisfertigkeit, einen entspannten
Zustand herbeizuführen. Dieser ist aber oft noch lange nicht
automatisiert, d.h. Sie können noch nicht auf "Knopfdruck"
Wärme, Schwere und Ruhe herbeizaubern, sondern brauchen noch
sehr viel Zeit dafür. Dies gelingt aber in den meisten
Fällen doch schon recht gut. Auch die formelhaften
Vorsätze werden ja erst zum Schluss gelehrt und so bleibt dann
nicht genug Zeit, um Ihre ganz speziellen Themen anzugehen. Vielen ist
dies auch in einer Gruppe nicht recht, da es sich ja um ganz
persönliche Angelegenheiten handelt. Es kann auch sein, dass
durch die sehr tiefe Entspannung viel "Unverdautes" und
Verdrängtes aus dem Unterbewusstsein wieder auftaucht. Sie
spüren, jetzt wo der Kurs zu Ende geht, müsste es
eigentlich weiter gehen. Die "Altlasten" müssten aufgearbeitet
werden und eine Wegbegleitung zur Unterstützung wäre
angebracht.
Nutzen Sie deshalb auch die Einzelbegleitung im
Sinne einer Kurzzeittherapie oder eines Coachings.
Weiterführende Angebote:
>> Einzelbegleitung,
Kurzzeittherapie, Coaching
>> Kurse und Seminare
>> meditative Ferienzeiten (in
Planung)
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